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Dichtbei auf abgeschobnem Gleis,

stand der Waggon, schneeflockenweiß.

In Polen stand er irgendwo.

Er fuhr nicht Vieh. Er fuhr nicht Stroh.

Im Fensterloch der Außenwand,

was sah ich? Eine Menschenhand,

gelb, mager, krumm und ururalt,

in Gitterstäbe eingekrallt.

Der Zug, der hielt. Der Zug, der fuhr.

Ich weiß nicht, welche Spur er fuhr,

weiß nicht, wie lang er stand.

Ich höre nur

der Räder rollendes Getos-

und die Hand, die Hand

lässt mich nicht los.




                              
(c) Rudolf Otto Wiemer Erben, Hildesheim